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| Hazweio |
Donnerstag, 29. 07. 2010 |


Wasser ist zum Waschen da, auch zum Zähne putzen kann man es benutzen. In der Steinzeit ist Wasser der essentielle Grundstoff für alle flüssigen Getränke, wenn nicht sogar ausschließlich nur Wasser getrunken wurde. Fast alle Lagerplätze der Altsteinzeit und Mittelsteinzeit befinden sich in unmittelbarer Nähe (25 - 50 m) eines Wasserlaufes oder Sees. Deshalb mein Tipp für alle Feldgänger: Sucht die Bachläufe ab, oberhalb oder ähnlich, meistens der Nordhang, leicht abfallendes Gelände begünstigt den Regenablauf. Die Mittelsteinzeilter bauten ihre Hütten oder Zelte in Linien, also nicht rund wie ein Dorf um ein Zentrum, sondern hintereinander. Viele Seen sind verschwunden, daher liegen oft Mittelsteinlager an imaginären Ufern an Seen, welche nicht mehr exisistieren. Das geht soweit, das anhand der Lager der zurückweichende Wasserspiegel anhand des Seeufers beobachtet werden kann. Ich sage: kann.
Die Bandkeramiker bauten zu 75 % an Wasserläufen, ähnlich wie die Mittelsteinzeitler, nur in einem größeren Stil. Das Steinzeitleben spielte sich möglicherweise zu einem großen Teil an den Küsten ab. Da sich der Meeresspiegel die letzten 10.000 Jahre anhob, liegen viele Wohnplätze jetzt unter Wasser.
Wasserverbrauch eines Durchschnittssteinzeitlers 1,5 Liter pro Tag, heute 150 Liter der eines Durchschnittseuropäers. Ist das der Fortschritt?
Wasser wird unsere Zukunft und unser Untergang (haha).
Weiterführende Literatur:
Brunnen der Jungsteinzeit
Internationales Symposium in Erkelenz
Landschaftsverband Rheinland
Rheinland-Verlag GmbH/Köln/1998


©2010 | Blumammu
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