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| Hopp und weg? |
Donnerstag, 29. 07. 2010 |

Das ist der "Alte" aus der Steinzeit, irgendwo zwischen Mittelsteinzeit oder so ... Er wird sterben.

Das ist die Grube, in die er rein soll.

Wie das so ist, geht er freiwillig, weil die Alten müssen ja weg ...

Da wird nun von seinem Stamm alles mitgegen, was er so geliebt hat: Bogen, Gemüse, Geweih, Zigarren, ein Dechsel, eine Coca-Cola und noch mehr für die Reise ins Jenseits, was man eben so braucht im Jenseits.

Sein Clan schaut noch mal und so sieht das von unten aus.

Alle weinen und ein guter Freund streut nun noch Hämatit ins Grab, das ist rotes Farbpulver, damit alles schön rot aussieht und auch schön endet.

Das Pulver und der Hämatitstein kommen auch noch zu dem Alten in die Grube.

Dann sagt einer noch ein paar edle Sätze über das Leben und welche klasse Typ der Tote doch letztendlich war ...

... aber dann: Tschüssi. Kiste zu, Erde drüber und dann ...

... den Boden verdichten und noch ein schönes dekoratives Grabschild mit mystischen Zeichen draufgesetzt.

Nun gehen wir in der Zeit etwa 7000 Jahre in die Zukunft an diese Stelle zurück. Bei Neubaumaßnahmen entdecken Paupitten ein Grab aus der Urzeit.

Ein junger, ehrgeiziger Archäologe (der berühmte Minesota Rittich) legt einen Schnitt durch das Grab des "Alten" (wir erinnern uns: er musste sterben) und legt Gegenstände frei. Das Einzige, was von dem ganzen Gesummse übrig blieb, ist der Dechsel aus Stein, die Coca-Cola Flasche und der Hämatitstein. Alles Andere ist vergangen, weg, Staub und Erde, all die schönen Sachen. Besonders Schade war es um die guten kubanischen Zigarren. Aber so ist das im Leben: Stirbste hü net, stirbste moje. Und was sagt uns das? Schönheit ist vergänglich? Oder: Das letzte Hemd hat keine Taschen! Oder: Solche scheinbar primitiven Gräber zeigen nicht alles, was der Lebende damals präsentierte. Bei weitem nicht!
Unteres Bild zeigt die harte Realität. Ein Bandkeramisches Grab aus der Gegend von Baden-Baden. Die Knochen haben sich erhalten und der Dechsel und einige Pfeilspitzen im Hüftbereich. Mehr nicht. Was schon viel ist. So ist das.

Vielen Dank an das Team der Baupitten von der Pastor-Keller-Straße, an Waldemar Werner, Peter Dahmen und die Leute aus dem Dürener Land und an meine Mutter, ohne die all das nicht möglich gewesen wäre.

Ein weiteres mysteriöses Geheimnis einer Beerdigung: die Kopflosen!?

Einfachste Lösung: Vor etwa 7000 Jahren setzten sich ein paar Schamanen zusammen und berieten bei einem guten Schluck legalen Drogen, wie sie den zukünftigen Archäologen einen drehen könnten. Sie kamen drauf, ein paar Skelette auszugraben und diese wieder ohne Kopf schön zu begraben. Sie meinten, die wäre eine schöne Aufgabe für die Wissenschaft, herauszufinden, was da wohl passiert wäre und lachten sich kringelig darüber. Wie auch immer, solche Beispiele wiederholten sich oft in der Geschichte, man denke nur an Kinos. Was zum Teufel, haben die Menschen da damals gemacht? Kult, Versammlungsräume, Lagerhallen? Alles sehr profane Lösungen. Lassen Sie sich dehalb nicht verarschen. Glauben Sie die Hälfte von dem, was man Ihnen erzählt und davon stimmt dann auch nur ein Minimum dessen, was es bedeuten soll.

©2010 | Blumammu
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