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| Unverhofft kommt oft |
Donnerstag, 29. 07. 2010 |


Aus: Der tierische Volkfreund · Sommer 10.445 v.Chr. (Dryas)
Ein Junge aus Knerpsperz hat einen Schatz entdeckt. Bei einem Jagdausflug entdeckte der vierzehnjährige in der Chincha in Brukondok bei Chingachcook jede Menge Mammutstoßzähne. Erst hätte er die Beute behalten wollen, doch dann verständigte er seinen Stamm. Dieser fand mehr als 12 Stoßzähne (Länge ca. 3 m). Über den Wert machte der Schamane keine Angaben.
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So geht das. Wir rutschen so manches mal dem Teufel von der Schippe und merken es nicht, geschweige denn, wir genießen den Augenblick. Wie oft mag das in einem Einzelleben passieren, das wir Glück haben? In der Form, das wir knapp dem Tod entrinnen, ohne es zu merken? Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Doch unverhofft kommt oft. Ebenso, wie es Glück oder Erfolg gibt, muß es die dunkle Seite der Macht geben. Glück und Erfolg genießen wir, feiern es, nachhaltig und intensiv. Doch unverhofftes (unwissendes) Glück oder Nichtglück passiert auch. Auf die Steinzeit bezogen wie auch heute: ein winzige Zeitverzögerung im Ablauf eines Tages, eines Schrittes oder Gedankenzuges, und der Löwe springt uns nicht an, der Elefant überrennt mich nicht und ich lerne die Frau meines Lebens (nicht) kennen und so weiter.
Die Menschen im Mittelalter konnten anders feiern, wie heute, intensiver, offener, freudiger und vulgärer. Gut, wenn ich mir die Kante geben würde, auch. Doch muss damals das Lebensgefühl anders gewesen sein, durch die harten Umstände, ebenso auch in der Steinzeit. Deshalb heute noch vielleicht die Lust am spontanen Feiern in einigern Ländern (meistens südlicheren). Mir ist mal eine Augsprosse eines Hirschgeweihs knapp über dem Auge ins Fleisch gegangen. Das wäre fast ins Auge gegangen. Shit happens. Jedenfalls Schwein gehabt. Dasselbe mal bei rückwärtssetzen mit dem Wagen. Ich schaute nach hinten, hatte den Gang nicht drin und hantierte. Ein LKW rauschte hinter mir vorbei. Wäre ich losgefahren, wer weiß ...
Spannungen (von was?) lösen sich in Gelächter, Freude, Wut, Aggressivität und ähnlichem. Wenn wir nur Fernsehen, kommt nix unverhofft, ausser ein Stromausfall. Doch besser so die Massen in Schach halten, als das Volk auf der Straße = Natur. Die Dynamik in unserer Gesellschaft läuft dann so, das keine Kinder mehr im Wald rumlaufen, spielen oder was weiß ich machen. Wo sind die alle? Gut für mich, für die Tiere, für den Förster. Kinder sind Anarchisten, auch im Wald. Und der Wald ist nicht wild, aber für die Kinder schon. Ich bin an einem Truppenübungsplatz groß geworden und habe dort auch mit anderen Gleichaltrigen gespielt, alles mögliche. Eines Tages, irgendwann mit 12 Jahren, fand ich ein Maschinengewehr, ungelogen. Ich habe es liegen gelassen. Richtige Entscheidung damals! Später im Alter fand ich in anderen Wäldern Wildschweinskelette, römische Villen, einen Werkzeugkoffer und meine Frau. Unverhofft kommt oft und ergibt eine Serie. Geb dem Glück eine Chance und erkenne es als solches!

©2010 | Blumammu
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