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Die Steinzeit-Sprache? Samstag, 04. 02. 2012

Unserer aller Sprachen auf diesem Planeten, zumindest welche das Säugetier Mensch betreffen, sind möglicherweise aus einer Ur-Sprache entstanden! (Sju sjös juka sjömän sköts ar sjutton sköna sjuksköterskor)



Zwei Kinder

"Du schwarz!" "Ich weiss!"



Ein guter Satz. Bestimmte Stammwörter in vielen Sprachen der Welt deuten darauf hin, wie Vater und Mutter, Papa und Mama, Wasser, Mond, Sonne, Computer etc. Na ja. Das Thema ist sehr komplex. Hier nur einige Gedanken:

Namen waren möglicherweise nach Eigenschaften vergeben, wie bei den Indianern. Das konnte mitunter sehr kompliziert sein. In der gängigen Kinder- und Steinzeitliteratur sind deswegen kurze, prägnante Namen "in", wie Momo, mafu, Schou, Eila etc. Das ist zu einfach. Sagen wir Ch'wang'Mro Huatop wäre nach meinem Geschmack: somit ein Eigenname, eine Eigenschaft, der Stamm oder die Sippe. Unterschätzen wir nicht die komplizierten Möglichkeiten von Steinzeit-Sprachen. Also nicht Bububaba, oder lala stammeln, sondern die Möglichkeit des theoretischen Philosophierens waren gegeben. Bestimmt. So haben Eskimos 10 bis 20 verschiedene Wörter für "Schnee".

Anderes Beispiel: War man auf der Jagd, oder wollte etwas erreichen, so sprach man den Namen des Betreffenden nicht aus. Nach dem Motto: hast du den Teufel genannt, kommt er gerannt. Auf der Bären-Jagd heißt das, nicht "Bär" sagen, vielleicht "Meister Petz" "Vater Dick" oder "Der große Mann". Wer weiß? Tiere haben in unserer Sprache noch Zusatznamen, wie Reinecke, Adebar, Isegrim und Heinz.

Bei meinen Events lasse ich die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen Namen rückwärts sagen. Dies wäre ihr Steinzeit-Name gewesen. Das kommt immer gut und schafft eine Brücke zu heute. Probieren Sie's selber aus.



Dialekte gehen in unserer globalisierten Welt langsam zugunsten einer Weltsprache (Englisch) verloren. Unsere Jugendlichen sprechen Hochdeutsch. Hier einige Beipiele zum Thema "Vögel = Väuel" aus dem örtlichen (rheinischen) Sprachgebrauch vergangener Zeiten (mit freundlicher Genemigung von Herrn Willi Graulich/Stolberg-Atsch):

Befrore Meuch
(frierende Frau)

Doll Hohn
(liebestolle Frau)

Dräkkspatz
(schmutziges Kind)

Dukkhohn
(gehemmter Mensch)

Duvv
(Taube)

Härjottsvouel
(Kirchturmhahn)

Huusklukk
(ans Haus gebundene Frau)

Jammerhohn
(klagende Frau)

Jaljjevouel
(suspekte Person)

Jeldvouel
(Schützenvogel)

Kääkälster
(Frau mit schrillem Organ)

Kibitz
(schaut in fremde Karten)

Krauvöjjel
(Pöbel, Gesindel)

Lahm Ent
(langsamer Mensch)

Lokkvouel
(menschlicher Köder)

Laachduvv
(jemand, der gerne lacht)

Luschhohn
(unentschlossener Mensch)

Lusterfenk
(neugieriger Mensch)

Meuch
(Spatz, Sperling)

Naatijall
(Nachtgeschirr)

Naahtsüll
(nachtaktiver Mensch)

Onjlökksraab
(vom Pech Verfolgter)

Peschvouel
(glückloser Mensch)

Pottüll
(dumme Frau)

Rengelduvv
(Glücksfall)

Rohrspatz
(schimpfender Mensch)

Sällde Vouel
(eigenartiger Mensch)

Schäl Säi
(hat Tomaten auf den Augen)

Schärpe Hahn
(draufgängerischer Mann)

Schmerfenk
(verunreinigender Mensch)

Schmutzfenk
(ungepfleger Mensch)

Schlamm-Amsel
(unsaubere Frau)

Schlatevouel
(komischer Mensch)

Schluckspecht
(trinkfreudiger Mensch)

Schnapsdrossel
(trinkfreudiger von Hochpozentigem)

Schräge Vouel
(zwielichtiger Mensch)

Schräkkhohn
(schreckhafter Mensch)

Söllermeuch
(Stubenhockerin)

Sonndesüll
(Stolberger Original)

Spassvouel
(witziger Mensch)

Spinatwachtel
(spindeldürre Frau)

Stüssvouel
(lustiger Mensch)

Stüütvouel
(Angeber)

Tronsüll
(langsamer Mensch)

Üll
(dumme Person)

Üllche
(kleines Mädchen)

Vouelssänger
(Oberstolberger)

Wandervouel
(Wanderfreund)

Wenkvouel
(Papierdrache)

Werkdaasüll
(Stolberger Original)

Wibbelstäzz
(unruhiger Kind)

Zochvouel
(ruheloser Mensch)

Zuppehohn
(alte, sonderbare Frau)



Da sind Sie sprachlos, was!



Ein Aufsatz



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