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Ahnen Sie was? Donnerstag, 29. 07. 2010



Die Ahnung an unsere Ahnen geht normalerweise in unserem Kulturkreis nicht so weit zurück. Manche machen ein Hobby daraus, andere gehen bis 800 Jahre zurück in ihrer Ahnenlinie. Auf dem Bild steht meine Ahnenreihe in Form meines Großvaters väterlicherseits, Friedrich Wilhelm (Fritz) Albrecht, Ulane, Ostpreusse, Calvinist und überzeugter Wasweisich (lesen Sie dazu die preussische Geschichte) im Vordergrund, dahinter mein Vater, Friedrich Wilhelm (Willy) Albrecht, ehem. Panzergrenadier, Ostpreusse, Calvinist und überzeugt wie sein Vater. Dahinter stehe ich, Sohn/Enkel Hartmut (Ötzi) Albrecht, Steinzeitler, nunmehr (überzeugt geborener) Rheinländer und: RÖMISCH-KATHOLISCH!!. Ich habe keinen Sohn, kriege auch keinen mehr, habe Tochter Anna (so hieß die Urgroßmutter). Eventuell stirbt der Nachname mit Anna aus, obwohl es Albrechts gibt wie Sand am Meer (und Albrights).

Der Name soll sehr alt sein, etymologisch "Von adeligem Wesen". Tja, noblesse oblige. Hat einen Anklang an Alberich, diesem Zwerg aus den Nibelungen. Hier liegt die Wurzel in Alb = weiß, keltisch wenn sie so wollen: Alberix. In Belgien wird Albrecht mit Albert (Französisch) übersetzt. Albrecht gibt es auch als Vornamen usw. usf. Vorname des Autors: Hartmut = Hardbrave = Braveheart usw. usf. In einer Lakota Reservation von South Dakota-USA heißt eine Familie Albrecht, ehrlich. Richtige Indianer. Egal. Ich will gar nicht mehr wissen, wo wer herkam und wer wo hingegangen ist. Zu meinem 50 Jubiläum auf diesem Planeten wollte ich alle Deutschen mit dem Namen Hartmut Albrecht nach Stolberg einladen (es gibt tatsächlich etwa 50), doch scheiterte dies an organisatorischen Gründen. Stellen Sie sich vor, 50 Leute mit dem gleichen Namen in einem Raum. Köstlich.

So. Das Bild oben. Mein uralter Herr schaut ganz grimmig, der Vater lacht sich was (hatte aber nix zu lachen) und ick bin janz aus der Art, jedenfalls niemals jedient, 50 Jahre in Frieden jelebt (die erste Generation seit was weiß ich wie lange in Deutschland) und mal sehn, was noch kommt (jwd). Eine Mischung wie aus dem Zuckmayer Zitat "Des Teufels General": mütterlicherseits Wurzeln in Frankreich, väterlicherseits aus Russland, wahrscheinlich irgendwo ein Steinzeitjäger drin, ein Kelte, ein Römer, ein Franke, ein Spanier und ein Marsianer, alles gute Europäer. Jedenfalls alles, nur kein "Arier". Nehmen wir den Mensch, so wie er ist, es gibt nur diesen einen, nämlich mich. Und wir sind alle Kinder unserer Zeit. Womit Sie eine blasse Ahnung meiner Ahnen haben und die unserer allen. Vielleicht sind wir ja verwandt und Sie melden sich mal auf einen Chat (Tschätt = kein See in Afrika, ein Plausch über email im Internet).




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